Exhibition Chance and Necessity



Vom 10. September bis zum 8. November 2019 findet die Ausstellung Zufall & Notwendigkeit im Schein Berlin, der Firma für Filmausstattung, im Dock 11 in der Kastanienallee 79 im Prenzlauer Berg statt. Gezeigt werden mehr als 50 Arbeiten von Hans-Michael Voigt. Er studierte Regelungstechnik und promovierte und habilitierte in Technischer Kybernetik. Forschungstätigkeiten im industriellen und akademischen Bereich führten zur Informatik und zu Evolutionären Algorithmen sowie zur Anwendung des Computers für visuelle Kunst. Besonderes Merkmal der gegenstandslosen visuellen Arbeiten ist, dass sie fast ausnahmlos mittels evolutionärer Algorithmen erzeugt wurden. Die Objekte ranken sich um solche Dichotomien wie Zufall und Notwendigkeit (Monod), Implodieren und Explodieren (Meta-Meta-Malewitsch), Innen und Aussen (Meta-Meta-Kandinsky) und weitere Themen wie Maschinenkunst (Tinguely) und Fraktale Welten (Mandelbrot). Die Austellungsobjekte stellen eine Entwicklung dar, zuerst wurden Fraktale Welten nach der Lektüre wesentlicher Publikationen und dem Treffen von Heinz-Otto Peitgen in Eisenach auf der Wartburg erarbeitet. Später kamen die Arbeiten zur Maschinenkunst nach einem Besuch des Museums Tinguely in Basel in der Schweiz auf dem Rückweg von Saint Luc nach Berlin hinzu. Ein erster Höhepunkt wurde erreicht mit Zufall und Notwendigkeit nach einem Besuch des Kölner Doms und der Erfahrung des dortigen Richter-Fensters. Danach folgten nach den Arbeiten von Malewitsch und Kandinsky die visuellen Objekte zu den Dichotomien Explodieren und Implodieren sowie Innen und Aussen. Zum Schluss wurden die Arbeiten zur diversifizierten Replikation wieder aufgegriffen. Viele Einzelheiten können mit Hilfe der Webseiten unter evo-art.de bzw. voigt-evo.art sowie der Publikationen Evolutionäre Algorithmen & Generative Kunst (inzwischen 3. Auflage vorbereitet) nachvollzogen werden. Die Laudatio zur Eröffnung der Ausstellung Zufall und Notwendigkeit wurde zu gleichen Teilen mit Bezug zu Kunst und Informatik präsentiert. Der Kunstbezug der Laudatio wurde durch den Maler Friedrich Porsdorf, der langjährig in der Kunsthochschule Berlin-Weißensee unterrichtet, und der Informatikbezug durch Dr. Heinz Mühlenbein, der lange Zeit bei der GMD (Gesellschaft für Mathematik und Datenverarbeitung,Sankt Augustin) zu evolutionären Algorithmen geforscht hat, hergestellt. Nach der Eröffnung der Ausstellung, beginnt ab 20 Uhr im Dock 11 das Wohnzimmerkonzert mit den SICKY BETTS. You may watch them at youtube: SICKY BETTS covering Bob Dylan in 2019 at Schein Berlin










© 1994- Hans-Michael Voigt
 
Hans-Michael Voigt
Evolutionary Computation
& Generative Art